Dr. Alexander Rossaint
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Leserbrief · 2000

Leserbrief zu „Alter­na­tiv­me­di­zin: Gefähr­li­cher Irra­ti­o­na­lis­mus“

Hinweise zur Lesefassung & Quellen
Das Archiv dokumentiert historische Positionen des Autors. Die Bereitstellung der Texte bestätigt keine medizinische Wirksamkeit der beschriebenen Verfahren.
Deutsch · historischer Originaltext

Leserbrief zu ZM 12/2000

Betr.: Artikel: Alter­na­tiv­me­di­zin: Gefähr­li­cher Irra­ti­o­na­lis­mus

In ZM v.16.6.2000

Sehr geehrte Damen und Herren.

Über den o.g. Artikel könnte man sich vielleicht ärgern, wenn er nicht so viele Halbwahrheiten, Vorurteile, Vorverurteilungen, Fehlinterpretationen und dogmatische Lehrmeinungen enthielte.

Da vertraue ich lieber auf den sog. normalen Men­schen­ver­stand der Kollegen, die

tendenziöse Berichterstattung des „wissenschaftlich akademischen“ Beitrages zu entlarven. Wenn ein solcher Beitrag die Wissenschaft repräsentiert, dann :arme Wissenschaft.

Bedenklicher finde ich jedoch, wenn die ZM als Zeitschrift, die jede Kollegin und jeder Kollege bekommt, -ob er will oder nicht -, es offenbar unterlässt, die Kolleginnen und Kollegen neutral zu informieren und sich (zum wiederholten male) zur „Meinungsmache“ gegen eine Medizinrichtung missbrauchen lässt, die immerhin ca. 80 % der Bevölkerung in Anspruch nimmt.

Für wie unmündig und dumm hält die sog. Schulmedizin eigentlich die Bevölkerung, wenn sie gegen deren Willen agiert mit einen System, -das ja gerade durch seinen Dogmatismus, seine Einseitigkeit und sein überholtes lineares Denken zu dieser Polarisierung beigetragen hat und noch immer mit einem Weltbild aus dem 19. Jahrhundert arbeitet bzw. an ihm festhält , -das die modernen Erkenntnisse der Quantenphysik negiert, welche die angeprangerte Alternativmedizin –eine Informations- und Quantenmedizin- durch ihre Forschungen bestätigt.

Da muss man sich fragen, welche Medizin denn nun menschenverachtend ist, wenn der Einzelne wissenschaftlich korrekt nur noch statistisch gesehen wird, die Nebenwirkungen allopathischer Medikamente mittlerweile Legion geworden sind, an denen zig-tausende jährlich sterben, in den Krankenhäusern immer mehr an Hospitalismus sterben, weil die Antibiotika versagen, und durch die Beschränkung auf die rationale Wissenschaft (linkes Gehirn) die psychosomatischen Krankheiten zunehmen, weil das „Irrationale“ (rechtes Gehirn) ausgeklammert wird.

Kein Wunder also, wenn das Rationale irrational, irre wird.

Warum berichtet die ZM nicht in gleicher Ausführlichkeit darüber.

Oder darüber, dass die Allergisierung der Menschen auf grund ökologischer Katastrophen ( u.a. bedingt durch das unkritische Einsetzen wissenschaftlich getesteter, daher unbedenklicher (!) Substanzen) und chemischen „Keulen“ immer schlimmer wird oder warum malt die ZM nicht ähnlich ausführlich aus, was passiert, wenn das einzige z. Zt. noch wirksame Antibiotikum der neusten Generation gegen resistente Krankheitserreger versagt?

Also bitte: wie wär´s mit etwas mehr Objektivität? Sonst brauche ich demnächst nur noch die „zahnärztliche Bildzeitung“ zu lesen.

Mit der Bitte um Ver­öf­fent­li­chung des ganzen Briefes

verbleibe ich mit freund­li­chen Grüßen

Original / Quellen
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